IBB Dortmund
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„Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“

Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ werden seit 2012 vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) in Dortmund gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern in verschiedenen Ländern Europas durchgeführt. Sie finden jedes Jahr zwischen dem 11. März, dem Jahrestag von Fukushima, und dem 26. April, dem Jahrestag von Tschernobyl, statt. An den Zweiten Europäischen Aktionswochen in 2013 beteiligten sich Initiativen in neun Ländern. Europaweit nahmen über 30.000 Menschen in etwa 150 Städten im Rahmen der Aktionswochen teil.

Durch die Europäischen Aktionswochen sollen vor allem junge Menschen erfahren, wie sich die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima auf das konkrete Leben von Menschen in den betroffenen Ländern ausgewirkt haben und bis heute auswirken. Herzstück der Aktionswochen bilden daher Gespräche von Zeitzeugen beider Katastrophen in Schulen, Kirchengemeinden, Vereinen sowie in anderen öffentlichen Organisationen und Einrichtungen. Damit sollen Lernprozesse für die Zukunft angestoßen werden, da die Zeitzeugen am besten vermitteln können, warum eine nachhaltige Energieversorgung in Europa und weltweit für die nachfolgenden Generationen überlebenswichtig ist. Dementsprechend finden während der Aktionswochen auch Veranstaltungen statt, die sich mit konkreten Fragen einer nachhaltigen Energiepolitik beschäftigen.

Ein weiteres wichtiges Ziel der Europäischen Aktionswochen ist es, dass die Existenz einer gesamteuropäischen Solidaritätsbewegung mit den durch Tschernobyl und Fukushima Betroffenen für eine breite Öffentlichkeit wahrnehmbar wird. Einen zentralen Höhepunkt der Aktionswochen bildet daher eine Kerzenaktion am 25. April, dem Abend vor der Reaktorexplosion im AKW Tschernobyl, mit der zahlreiche Menschen zeitgleich in allen beteiligten Ländern an die zivilen Atomkatastrophen erinnern. Gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw koordiniert das Deutsch-ukrainische Netzwerk (DUN) die Aktivitäten der an den Aktionswochen teilnehmenden ukrainischen Organisationen. Beide Organisationen wählen außerdem die ukrainischen Zeitzeugen aus, die zu den internationalen Partnern reisen, und bereiten sie in Workshops auf ihre Gespräche mit jungen Menschen vor.

Dokumentation der Zweiten Europäischen Aktionswochen in deutscher und englischer Sprache

Aktuelle Informationen über die Europäischen Aktionswochen auf der Homepage des IBB Dortmund

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