IBB Dortmund
IBB Dortmund

Das Deutsch-Ukrainische Netzwerk (DUN) wurde am 28. Dezember 2006 unter der Nummer 34874808 offiziell als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation in Kiew registriert. Ziel des Vereins ist es, die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit auf zivilgesellschaftlicher Ebene zu fördern und dadurch landesweit zur Verbesserung der Lebensbedingungen sozial benachteiligter Gruppen in der Ukraine beizutragen.

Seit 2007 arbeitet DUN eng mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) in Dortmund zusammen. Neben mehreren Konferenzen für deutsche, belarussische und ukrainische NGOs haben DUN und IBB seit 2009 mehrere Projekte für sozial benachteiligte Gruppen in der Ukraine durchgeführt, darunter in 2009 und 2010 mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zwei Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation und der Lernbedingungen von sehbehinderten Waisenkindern in einer Internatsschule in Tschernigow.

Ab 2010 haben IBB und DUN gemeinsam an dem Projekt «25 Jahre nach Tschernobyl — Wege zu einer transnationalen Erinnerungskultur» gearbeitet, in dessen Rahmen eine interaktive Wanderausstellung zu Tschernobyl entstanden ist, die zunächst in knapp 50 Städten in Deutschland gezeigt werden konnte. DUN hat die Ausstellung 2012 ins Ukrainische übersetzt und mit organisatorischer Unterstützung der regionalen Tschernobyl-Verbände in ca. 23 Städten der Ukraine gezeigt.

In 2012 haben DUN und IBB in Kooperation mit dem «Sojus Tschernobyl» der Stadt Charkiw die weltweit erste Geschichtswerkstatt Tschernobyl aufgebaut. Die Geschichtswerkstatt dient als Beratungszentrum für Tschernobyl-Geschädigte in der Stadt und Region Charkiw. Gleichzeitig bildet sie das Kompetenzzentrum der Europäischen Aktionswochen «Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima».